Ringfundmeldung

Die moderne Vogelberingung begnügt sich heute schon längst nicht mehr damit, auf die Meldung zufällig gefundener toter Vögel zu warten oder auf zufällige Ablesungen von Zusatzmarkierungen durch unbeteiligte Dritte. Die auf solchen „Zufallsfunden“ beruhenden Rückmelderaten liegen bestenfalls im Promillebereich, d.h. nur einige wenige Individuen von eintausend markierten Vögeln werden zufällig von Dritten entdeckt und an die Beringungszentrale gemeldet. Für eine rasche und gezielte Datensammlung zu bestimmten Phänomenen in der Vogelwelt ist das natürlich viel zu wenig, „Zufallsfunde“ allein reichen also für eine wissenschaftliche Datensammlung nicht aus.

Aus diesem Grunde ist in den Beringungsprogrammen regelmäßig auch die Pflicht der Beringer verankert, durch gezielten Wiederfang bzw. die gezielte Beobachtung der „eigenen“, selbst markierten Ringvögel zu einer möglichst effektiven Datensammlung mittels Markierung beizutragen. Heute werden mehr als drei Viertel aller Rückmeldungen von Hiddensee-Ringvögeln von den Beringern selbst erbracht!

Nichtsdestoweniger ist aber die Meldung eines zufällig gefundenen Ringvogels sehr erwünscht! Solche Funde liefern ein von den Erwartungen der Wissenschaft bzw. von den Aktivitäten der Beringer gänzlich unbeeinflusstes Bild, was z.B. für die Beschreibung der wahren Spannweite des individuellen Wanderverhaltens der Vögel sehr wichtig ist.

Sie haben einen Vogelring gefunden oder abgelesen? Wir würden uns freuen, wenn Sie ihn melden würden!

Nutzen Sie bitte dazu eines der folgenden Möglichkeiten:

Vielen Dank!